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Im Oldtimer-Bus zum Kirchentag

Gemütlich zum Schloss: Die Salzufler Stadtkirchengemeinde hatte einen historischen Oldtimer-Bus für die Anreise gechartert.

»Das war aber eine gute Idee« – freuten sich viele Mitfahrer sichtlich: Für die Fahrt zum Eröffnungsgottesdienst des dritten lippischen Kirchentags hatte Pfarrerin Wiltrud Holzmüller einen historischen Oldtimer-Bus gechartert. Und so ging es gemütlich mit 90 Diesel-PS und auf Plüsch-Sesseln im himmelblauen Mercedes durchs Lipperland nach Schloss Wendlinghausen. Dort war die für den Festgottesdienst hergerichtete Festscheune schnell überfüllt – denn leider drängte Regen die Gäste schnell ins Gebäude hinein. Nicht alle fanden ein trockenes Plätzchen – sogar die rund 70 Bläser mussten draußen bleiben. Allerdings war für sie ein großer Zeltunterstand aufgebaut worden, und damit ihre Bläsermusik im Gottesdienst gehört werden konnte, war eine Übertragungsanlage installiert worden. – Nachfolgend der Bericht von der Kirchentagseröffnung in »Unsere Kirche«.

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Ökumenischer Kirchentag mit Gottesdienst eröffnet

Knapp 1000 Mensch nahmen trotz des ungemütlichen Aprilwetters am Eröffnungsgottesdienst zum dritten Ökumenischen Kirchentag in Lippe auf Schloss Wendlinghausen bei Dörentrup teil. Wegen des großen Andrangs wurde der Gottesdienst, der in der Schlossscheune gefeiert wurde, nach draußen übertragen. Hier fanden auch die rund 70 Bläserinnen und Bläser aus evangelischen Posaunenchören unter der Leitung von Landesposaunenwart Christian Kornmaul Platz – mit Zelt überdacht, um vor Regenschauern gewappnet zu sein.

Holger Postma, Superintendent der Klasse Ost der Lippischen Landeskirche, dankte der Familie von Reden (Schloss Wendlinghausen) für den Ort und allen Beteiligten für die Organisation. Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT), zeigte sich beeindruckt von den vielen Menschen, die an diesem Pfingstmontag zusammengekommen waren: „Es gibt kein besseres Datum, um die Ökumene zu feiern. Wir sprechen unterschiedliche Glaubenssprachen, aber in uns brennt das gleiche Feuer.“

Fünf Trägerkirchen stehen hinter diesem Kirchentag: das Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) und die Lippische Landeskirche. Vertreter der Konfessionen hoben das gute ökumenische Miteinander in Lippe hervor und erzählten, was sie an der jeweils anderen Konfession wertschätzen. So gefällt Pastorin Nicole Bernardy (Evangelisch-methodistische Kirche) an der Lippischen Landeskirche, dass „so unglaublich viele Leute zu ihr gehören“, dass sie ein Sprachrohr für Christen sei, aber auch, dass so viele verschiedene Richtungen unter ihrem Dach Platz fänden - Engagierte, Fernstehende, Friedensbewegte, Bibeltreue. Superintendent Holger Postma, würdigte im Gegenzug die musikalische Vielfalt der Evangelisch-methodistischen Kirche sowie ihr soziales Engagement: „ Aus dem Wort erfolgt bei euch direkt die Tat.“

Pastor Maik Berghaus für die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) würdigte die Ganzheitlichkeit der katholischen Gottesdienste, die alle Sinne ansprächen mit festlichen Gewändern, Wechselgesängen und Weihrauch: „Denn die Menschen im 21. Jahrhundert wollen Glauben nicht nur verkopft vermittelt bekommen, sondern möchten etwas erleben und spüren und mit ihrem ganzen Sein mit hineingenommen werden.“ Pfarrer Christian Ritterbach für das Dekanat Bielefeld-Lippe wiederum zeigte sich beeindruckt von der Erwachsenentaufe, wie sie bei den Baptisten üblich ist: „Diese Glaubenstaufe zeigt uns, wie wertvoll es ist, sich bewusst für den Glauben zu entscheiden.“

Die Ansprache im Gottesdienst hielt eine Katholikin. Maria Herrmann, Referentin im Fachbereich missionarische Seelsorge im Bistum Hildesheim, fühlte sich durch das Motto des Kirchentags „Weite wirkt“ an „Der Weltraum – unendliche Weiten“ erinnert, den bekannten Satz aus der Serie Raumschiff Enterprise. Herrmann beschrieb den Blick, den Astronauten auf die Erde haben, den sogenannten Overview (Überblick) Effekt als Perspektivwechsel „auf den zerbrechlich wirkenden blauen Planeten aus dem All“.

Es sei ein weitender Draufblick, der wirke. „Manchmal glaube ich, Pfingsten ist so etwas wie unser Overview-Effekt. Es ist ein Draufblick, ein Perspektivwechsel, der uns in jedem Kirchenjahr geschenkt wird. Pfingsten ist eine Erinnerung an unsere Zusammengehörigkeit. An die Schönheit der Vielfalt. Und an ihre wunderbar verändernde Kraft.“ Wie Astronautinnen und Astronauten hätten Getaufte eine Mission in diesem Welten-Raum: „Das Wirken Gottes, seine unbändige Kraft, die Leben schenkt, Liebe ist und Weite wirkt, unter den Menschen sichtbar und spürbar zu machen.“

Mit dem 3. Ökumenischen Kirchentag in Lippe unter dem Titel „Weite wirkt“ sollen die weltweiten Partnerschaften der lippischen Kirchen in den Fokus gerückt und über die gemeinsame Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung nachgedacht werden – weltweit und vor Ort. Der Kirchentag geht noch bis Samstag, 21. Mai. Im Lauf der Woche finden an verschiedenen Orten in Lippe Veranstaltungen statt, darunter auch viel Musik.

Der Kirchentag endet in einem großen Finale, zu dem unter anderem die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, Bundestagspräsident Norbert Lammert und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erwartet werden. bb/rot

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Gemeindeausflug: Die Seele baumeln lassen am Steinhuder Meer

In der schönen Sommerzeit sehnen sich viele nach Sonne, Meer und guter Laune. Dazu braucht man gar nicht weit zu fahren. Das Steinhuder Meer liegt nur eine Fahrstunde entfernt und bietet all das, was zu einem Sommertag gehört. Am Dienstag, 5. Juli, startet ein Bus des Reiseunternehmers Harald Wöhler zu einem Gemeindeausflug nach Steinhude am Steinhuder Meer. Los geht es um 12 Uhr vom ZOB und um 12.10 Uhr vom Calvinhaus. Im Bus gibt es für jeden eine Heißwurst, so dass man mittags nicht hungrig in Steinhude ankommt.

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Dort ist zunächst freie Zeit zur eigenen Verfügung. Es gibt einiges dort zu besichtigen, sei es die Aalräucherei, wo man leckeren geräucherten Fisch essen oder für zu Hause mitnehmen kann (nicht nur Aal!), eine Schmetterlingsfarm und ein Insektenmuseum, man kann ins Scheunenviertel oder in den restaurierten historischen Ortskern gehen und dort die Fußgängerzone unsicher machen oder man bleibt an der schönen Uferpromenade und beobachtet das Treiben auf dem Wasser und lässt bei hoffentlich sommerlichen Wetter einfach mal die Seele baumeln.

Nachmittags wird gemeinsam in ein Café eingekehrt, wo Kaffee und Kuchen warten. Anschließend geht es auf Landstraßen wieder heimwärts. Der Fahrer des Busses, Manfred Schnabel, wird dabei interessante Heimatkunde bieten. Spätestens um 18 Uhr wird der Bus wieder in Bad Salzuflen sein.

Die Kosten für den Ausflug betragen pro Person  21,50 Euro. Darin enthalten sind die Busfahrt, der Snack im Bus sowie ein großes Stück Kuchen und Kaffee/Tee satt im Café. Anmeldungen können ab sofort im Gemeindebüro erfolgen: Telefon (05222) 959763.

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Stabwechsel im Kirchenvorstand

Die neuen und die ausgeschiedenen Mitglieder des Kirchenvorstands an der Stadtkirche. Foto: hro

Mit einem besonderen Gottesdienst sind Ernst-Heinrich Grummert, Regina Vollmer-Müller, Friedhelm Brinkmann und Christian Stock aus dem Kirchenvorstand verabschiedet worden. Sie hatten sich aus beruflichen Gründen oder wegen des Erreichens der Altersgrenze nach Ablauf der Amtszeit nicht wieder zur Wahl gestellt. Gleichzeitig wurden die verblieben sowie die neuen Kirchenältesten auf ihr Amt verpflichtet, die in den nächsten vier Jahren gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern die Gemeinde leiten werden.

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Dem neuen Kirchenvorstand gehören an: Sylvia Bornemeier, Bernhard Dröge, Ann-Charlotte Grummert, Kirstin Gunkel, Martina Hohnhorst, Markus Kirschenkern, Hansjörg Kunde, Cornelia Lesemann, Matthias Neuper, Elke Reuper, Uwe Rottkamp, Christiane Schmidt, Margit Schweppe, Christian Stiller und Bernd Wiesekopsieker.

Zwei Plätze bleiben vorläufig frei, da sich keine Kandidaten gefunden haben. Sie können in den nächsten vier Jahren durch Berufung besetzt werden.

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Frauenforum besucht Kunsthalle Bielefeld

Mtglieder des Frauenforums in der Bielefelder Kunsthalle

Einen Ausflug in die Kunsthalle Bielefeld unternahm Mitglieder des Frauenforums der Stadtkirche. Besucht wurde die Ausstellung »Einfühlung und Abstraktion - Die Moderne der Frauen in Deutschland«. Die Ausstellung widmet sich dem Kunstschaffen weiblicher Künstler in Deutschland von der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bis in die 1930er-Jahre und führt bis zur Malerei der Gegenwart.

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Die Auswahl der Werke zeigt den überaus reichen Beitrag der Frauen zur künstlerischen Entwicklung der Moderne, mit dem Blick auf den weiblichen Teil der Kunstgeschichte. Anders als beim männlichen Künstler, dem die akademische Ausbildung längst möglich war, begann der Weg einer Künstlerin um 1900 mit dem Ringen um den Freiraum für selbstständige Tätigkeiten.

Die Gruppe hörte bei der Führung durch die Ausstellung, dass hochbegabte Künstlerinnen gegen zahlreiche Vorurteile, Ignoranz und Unverständnis ringen mussten und oft gesellschaftliche Ablehnung erfuhren. Doch allen Schwierigkeiten zum Trotz hätten begabte Malerinnen den Weg in die Moderne gewiesen.

In einer exemplarischen Auswahl erfuhren die Frauen des Frauenforums, wie bereichernd der weibliche Beitrag zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ist. So betrachtete die Gruppe beispielsweise drei Frauen in der Loge von Helene Funke und Blicke durch Fensterglas von Karin Kneffel sowie Gemälde von Dora Hitz, Käthe Kollwitz, Paula Modersohn-Becker, Leiko Ikemura und Maria Caspar-Filser.

Während der Führung erfuhr die Gruppe einiges über die Situation der Künstlerinnen, damals wie heute, über Ausbildung und Arbeitsbedingungen und den Kunstmarkt.Anschließend kehrte die Gruppe noch in ein Bielefelder Restaurant zum Verweilen ein.Foto: Die Frauen des Frauenforums um Pfarrerin Wiltrud Holzmüller bei dem Besuch der Kunst-Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld.  Heike Rottkamp

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»Musikalisches Ausrufezeichen zum Jahresbeginn«

Chor- und Orchesterkonzert in der Stadtkirche

»Musikalisches Ausrufezeichen zum Jahresbeginn« überschrieb die evangelische Wochenzeitung »Unsere Kirche« das Chor- und Orchesterkonzert in der Stadtkirche. Der Bericht in UK (mit freundlicher Genehmigung des Verlags): Festliche Chor- und Orchestermusik erklang bei einem „nachweihnachtlichen Konzert“ in der vollbesetzten evangelisch- reformierten Bad Salzufler Stadtkirche. Unter der Leitung von Kantorin Waltraud Huizing waren die Messe G-Dur von Franz Schubert sowie die „Veperae solennes de Confessore“ von Wolfgang Amadeus Mozart zu hören.

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Unter den Gesangssolisten begeisterte vor allem Myriam Anna Dewald mit ihrem glockenreinen, ausdruckvollen Sopran. Mechthild Kerscher (Alt), Florian Feth (Tenor) und Gottfried Meyer (Bass) ergänzten den mehrstimmigen Sologesang in den Vesperae vorzüglich. In bester Spiellaune präsentierte sich das Orchester „La Réjouissance“ (Konzertmeister: Gregor van den Boom), das kammermusikalisch außerdem noch mit den „Divertimento D-Dur“ von Mozart aufwartete und diese mit einem furiosen dritten Presto-Satz abschloss. Der Chor der Stadtkirche war von Kantorin Huizing gut eingestellt und gefiel mit angenehmer Stimmfärbung und ausgeprägter Dynamik. Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen. Foto: Rainer Block

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