Frisches Birkengrün wird Pfingsten die Stadtkirche schmücken.

Bänke in der Stadtkirche werden zu Pfingsten grün

„Schmückt das Fest mit Maien!“ – die Forderung dieses bekannten Chorals aus dem evangelischen Gesangbuch (Nr. 135) wird in diesem Jahr zu Pfingsten in der Stadtkirche erfüllt. Was das heißen könnte, das wissen noch viele der älteren Gemeindeglieder. Denn in ihrer Kindheit wurde die Kirche noch an Pfingsten mit Birkenstämmchen geschmückt. Mehr…

Viele kleine Birkenstämmchen waren dann an die Wangen der Bankreihen gebunden und standen dabei in Konservendosen. Birken welken halt schnell.

„Das mit den Konservendosen war nicht ganz so schön, deshalb werden ihnen in diesem Jahr passendere Gefäße ‚unter die Füße‘ gestellt“, erläutert Pfarrer i.R. Christoph Sixt, der das Projekt angeregt hat und umsetzt: „Die Birken verbreiteten im Gotteshaus stets einen zarten, heiteren, ja beschwingten Frühlingsanblick, der die Kirche in einen frischen, grünen Maienwald verwandelte. Und so auch die Gemeinde an Pfingsten in eine heitere Stimmung versetzte.“

Denn das Leben ist wiedergekommen. Grund genug, zu feiern, zu tanzen, begeistert zu sein. Das sagt das feierliche Weiß der Birkenstämmchen zum hellen Grün des Laubes, genauer: des „Maien“.

„Der Maien“, so eben wurde dieses Birkengrün in vergangenen Jahrhunderten genannt. Das gab dem Monat „Mai“ den Namen. So heißt es im Volkslied:

Ich ging wohl in den Wald,
und brach mir einen Mai,
der Mai und er war grüne

Und noch etwas anderes führte unsere Vorfahren zum Pfingstschmuck der Kirche mit Birken, etwas, das Rainer Maria Rilke in einem Gedicht beschreibt. Es ist die Empfindsamkeit der frischen Birkenblätter, den kleinsten Windhauch aufzuspüren und erlebbar zu machen. Rilke sagt:

Vor lauter Staunen und Schweigen sei still
Du mein tief – tiefes Leben.
Dass du weißt, was der Wind dir will,
eh noch die Birken erbeben.

Empfindsamer kann man es eigentlich nicht sagen, was der Geist Gottes, der Wind, hebräisch: die „ruach“ mit einem Menschen machen kann: Ihn nämlich zu einem neuen Frühling in seinem Leben zu führen. Ihm gelingt auch in unserem Leben die Neuschöpfung.

Und dazu braucht der Mensch sich nur das Beispiel der Birke gefallen zu lassen und den Hauch Gottes aufzunehmen, er, mit seinen viel empfindlicheren Sinnen als ein Bäumchen. Dann wird Pfingsten zum fröhlichen Fest. Wie schon für die Birken:

Birken horchen auf die Weise,
Birken, und sie tanzen leise.
Es geht eine helle Flöte,
der Frühling ist über dem Land.
(Volkslied)

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Gottesdienst zum Salzwerkbettag auf dem Salzhof mit Pfarrer Hans Breidbach (Predigt).

25 Jahre Salzwerkbettag

Seit 25 Jahren feiern die Bad Salzufler Kirchengemeinden an Christi Himmelfahrt einen ökumenischen Freiluft-Gottesdienst zum Salzwerkbettag. Auch an diesem »Vatertag« kamen mehrere hundert Menschen auf dem Salzhof zusammen, um bei frischem, aber trockenem Wetter den von Pfarrerin Wiltrud Holzmüller (Stadtkirche), Pfarrerin Steffie Langenau (lutherischen Gemeinde) und Pfarrer Hand Breidbach (katholische Gemeinde) geleiteten Gottesdienst zu feiern. Dank eines Vertrags von 1515 ist auch die Stadt eingebunden.

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So war der Tradition entsprechend auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf mit dabei; er las zur Lesung den Bibeltext. Die Predigt hielt Pfarrer Breidbach, die musikalische Gestaltung übernahmen Stadtkirchen-Kantorin Waltraud Huizing und eine Bläsergruppe unter der Leitung von Uwe Rottkamp. Nach dem Gottesdienst waren alle Besucher zu Kaffee, Tee und Schnittchen eingeladen, die viele ehrenamtliche Helferinnen aus den Gemeinden noch vor dem Gottesdienst frisch geschmiert hatten.

Die Stadt stellt die Bühne und Mikrofon­anlage zur Verfügung und unterstützt die gesamte Logistik. Die Beteiligung der Stadt geht Fall auf die geschichtlichen Hintergründe des Salzwerkbettags zurück. »1515 hat der Rat der Stadt Bad Salzuflen eine Urkunde unterzeichnet, in der sie zusagt, dass sie für diesen Gottesdienst unbefristet „Wein, Brot, Kerzen und was noch notwendig ist“ zur Verfügung stellt«, erläutert Fritz Altenhöner, Fachmann in Sachen Kirchengeschichte und Kirchenführer an der evangelisch-reformierten Stadtkirche. 

Ursche des damaligen städtischen Engagement war, dass die Solequelle ab 1513 immer weniger Ertrag brachte. Damit war der Wohlstand Bad Salzuflens durch das durch Salzsieden gewonnene »weiße Gold« stark gefährdet.

Neben baulichen Maßnahmen an dem Brunnen auf dem Salzhof wurde göttlicher Beistand angerufen. Am 23. Mai 1515 unterzeichnet der Salzufler Stadtrat die Stiftungsurkunde für ein sogenanntes Altarlehen in der Pfarrkirche. Damit verpflichtete man sich, eine Vikariatsstelle zu finanzieren. Im Gegenzug sollte jeden Donnerstag eine Messe gehalten werden – mit einer speziellen Fürbitte zur Erhaltung der Solequelle.

Nachdem die Quelle wieder kräftiger sprudelte, wurde nur noch einmal im Jahr ein  Salzwerkbettag gefeiert.

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Waltraud Huizing (links) und Gitta Grummert

»Musik zur Marktzeit« mit »Orgel plus«

Kantorin Waltraud Huizing eröffnete jetzt die dreiteilige Reihe »Musik zur Marktzeit« in der Stadtkirche. Unter dem Motto »Orgel plus«  erklang Musik von Johann Sebastian Bach, Johann Georg Albrechtsberger, Arnold Schönberg und anderen. Texte zu Passion und Ostern – vorgetragen von Gitta Grummert – ergänzten die Musik, die mit einem Kirchkaffee abschloss.

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Am Samstag, 25. Mai, um 10.30 Uhr erklingt Musik für Klarinette und Orgel. Frank Schlüter/ Klarinette musiziert Jazziges und Klassisches zusammen mit Waltraud Huizing/Orgel.

Am Samstag, 15. Juni, geht es ab 10.30 Uhr „swingig“ zu: das Trio Petra Müller-Tammen, Waltraud Huizing und Uwe Rottkamp tragen Vokalarrangements bekannter Instrumentalstücke der Barockzeit vor wie beispielsweise eine Bourree von Leopold Mozart oder das bekannte Menuett aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, von Johann Sebastian Bach komponiert.

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Neuer hauptamtlicher Mitarbeiter für die Jugendarbeit gewählt

Die gemeinsame Jugendarbeit hat einen neuen hauptamtlichen Mitarbeiter: Nach der evangelisch-reformierten Gemeinde hat sich auch der Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Gemeinde für den 25-jährigen Sozialarbeiter und Diakon Daniel Böhling ausgesprochen.

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Der in Steinhagen aufgewachsene Böhling hat an der evangelischen Fachhochschule Bochum Sozialarbeit studiert und in Bethel die Ausbildung zum Diakon absolviert. In der Kirchengemeinde und im CVJM Steinhagen hat er zuvor über mehrere Jahre ehrenamtlich gearbeitet.

„Wir sind erleichtert, dass es nun mit der Stellenbesetzung geklappt hat, und freuen uns auf die künftige gemeinsame Arbeit“, sagte Pfarrerin Wiltrud Holzmüller.

Seit September hatte der Gemeinsame Jugendausschuss der evangelisch-lutherischen und evangelisch-reformierten Gemeinden in Bad Salzuflen einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Diakon Christian Kießling gesucht.

Eine erste Ausschreibung blieb erfolglos. Nach der zweiten Ausschreibung konnte der Ausschuss einen geeigneten Bewerber und eine geeignete Bewerberin bei den Vorstellungsgesprächen begrüßen. Das gab allen Beteiligten Auftrieb.

Erstmals wurde ein Besetzungsverfahren erprobt, bei dem der gesamte Jugendmitarbeitenden- Kreis ein Wort mitreden konnte. Pastorin Wiltrud Holzmüller: „Der Ausschuss war beeindruckt, wie viele Jugendliche zu den Bewerbungsgesprächen kamen. Die Beiträge des Jugendmitarbeitenden- Kreises waren ausgesprochen gut vorbereitet und für das Verfahren sehr hilfreich.“ Als Dankeschön gab es für alle Pizza.

„Den Kirchenvorständen war bewusst, wie wichtig es ist, zügig zu einer Lösung zu kommen. Die Ehrenamtlichen und die Honorarkräfte haben in den vergangenen Monaten bewundernswerten Einsatz gezeigt. Jetzt brauchen sie Unterstützung und in absehbarer Zeit einen hauptamtlichen Mitarbeiter oder eine hauptamtliche Mitarbeiterin als Ansprechperson.“

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Hmmm: Kirchenälteste Regine Vollmer-Müller bringt leckere Torte unter die Gäste

19 Torten ratzeputz weg

Glänzende Stimmung, leckere Torten und ein unterhaltsames Programm – das waren die Zutaten für das Frühlingsfest der Senioren im Gemeindehaus an der Stadtkirche. Alle drei Pfarrerinnen und ein engagiertes Helferteam um Küster Ahmad Zahedi sorgten dafür, dass zunächst einmal köstlich »getafelt« wurde und dabei der Kaffee nicht ausging. Insgesamt 19 Torten wurden im vollbesetzten Saal verputzt.

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Pfarrerin Martina Stecker führte durch das Programm und begeisterte selbst mit Gedichten und Zitaten, Pfarrerin Wiltrud Holzmüller führte die Besucher mit »Kipp-Bildern« aufs optische Glatteis, und auch Pfarrer Markus Honermeyer hatte einiges Nachdenkliches etwa über Wahrnehmungen von blinden Menschen beizusteuern.

Viel Applaus bekamen die singenden Senioren des »SimSen«-Projekts von Kantorin Waltraud Huizing. Nicht nur einfache Volkslieder, sondern auch Schwungvolles wie beispielsweise vom weisen Kakadu, der immer das eine Auge zumacht, wurden teils mit den Gästen gesungen. Ein vergnüglicher Nachmittag, der für viele viel zu schnell vorbei ging.

Frühlingsfest: das Fotoalbum

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Neue Friedhofssatzung

Seit dem 1. März gilt in für den evangelisch-reformierten Friedhof an der Herforder Straße eine neue Friedhofssatzung sowie eine neue Grabmal- und Bepflanzungssatzung. Beide Satzungen können  auf diesen Seiten im Bereich »Friedhof« nachgelesen werden:

Satzungen anschauen und/oder downloaden

Gesucht: Ihre persönliche Advents-Geschichte!

Advent? – Nein, dies ist keine versehentlich zu spät abgedruckte Weihnachtsnummer. Es geht schon um die nächsten Weihnachtsfestkreis – und eine Idee, die langen Vorlauf und gute Mithilfe braucht. Die Gemeindebriefredaktion möchte Ihre persönlichen Weihnachtserinnerungen hören und aufschreiben!

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Pastorin Martina Stecker erzählt, wie es zu dieser Idee kam: „Kurz nach Weihnachten bekam ich einen Brief, in dem eine Frau eine schöne Begebenheit aus ihrer Kindheit erzählte. Wie kostbar waren doch Plätzchen in den Nachkriegsjahren! Was für ein Genuss muss es gewesen sein, wenn man sich ein Plätzchen nehmen konnte!

Eine andere Frau erzählte mir von ihrem schönsten Weihnachtsgeschenk als Kind. In der Tauschzeit tauschten wir im Dezember mal keine Tätigkeiten, sondern – Weihnachtserinnerungen.“

Auf Besuchen oder bei Advents- und Weihnachtsfeiern begegnen den Pastorinnen immer wieder schöne und auch nachdenkliche, lustige und traurige Erinnerungen anderer Menschen an eine Adventszeit, ein Weihnachtsfest aus früheren Tagen. Warum diese Erinnerungen nicht mit anderen teilen? Ist nicht gerade die Adventszeit dazu eine besonders schöne Zeit, in der man sich besinnt, erinnert, anderen eine Freude machen möchte, vorbereitet und auch wieder innehält?

So entstand die Idee, solche persönlichen Geschichten und vielleicht auch Bilder zu sammeln und daraus einen Adventskalender herzustellen von Menschen aus der Gemeinde für andere, die sich gern miterinnern oder an den Geschichten anderer Anteil nehmen möchten.

Da die Sammlung und Zusammenstellung solch eines Kalenders, der ja 24 Geschichten benötigt, Zeit braucht und die Erinnerungen jetzt, so relativ kurz nach der letzten Weihnachtszeit, frisch sind, ist es gut, sofort mit dem Sammeln anzufangen. Wer also Lust hat, sich zu beteiligen, kann sich gern bei Martina Stecker (Telefon 36 69 69) oder Uwe Rottkamp melden.

Auf Wunsch werden die Geschichten auch gern mündlich aufgenommen und dann nachgeschrieben, anonym oder mit Namen versehen. Möglich ist es auch, Bilder und/oder die Geschichten schriftlich zu zusenden.

Ab Oktober 2013 soll der Kalender dann zu erwerben sein. Wirft er Gewinn ab, so wird das Geld einem guten Zweck zugeführt. Der Hauptzweck ist aber, anderen eine Freude zu bereiten.

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