Pickert und Pantoffeln

Pickert und Pantoffeln bieten die Mitglieder des Frauenforum an der Stadtkirche am Dienstag, 8. Dezember, und am Mittwoch, 9. Dezember, im Kerkhuisken auf dem Salzufler Weihnachtsmarkt an. Jeweils von 11 bis 21 Uhr brutzelt in dem Häuschen die Fettpfanne. In den beiden Kerkhuisken, die wieder vor dem Eine-Welt-Laden stehen, warten verschiedene gemeinnützigen Vereine mit ihren Angeboten auf auf Kundschaft.

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Aus der reformierten Kirchengemeinde sind neben dem Frauenforum die Kita Hermannstraße sowie am 16. Dezember die evangelische Jugendarbeit (Daniel Böhling mit Helfern und Jugendlichen) im Kerkhuisken.

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Festliche Musik in der Vorweihnachtszeit

Der Chor der Stadtkirche

Festliche und beschwingte adventliche und weihnachtliche Musik war beim traditionellen Adventssingen in der Stadtkirche zu hören: Unter der Leitung von Kantorin Waltraud Huizing musizierten der Chor der Stadtkirche, der Gospelchor »Get up«, der »kleine Chor« der Get-ups, der Seniorensingkreis SimSEN sowie die »Soulteens«. Außerdem war mit dabei ein Streichensemble und am Klavier Annette Wolf.

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Musikalischer Ausklang und Auszug.

Für die ganz Kleinen: »Die Krabbelkäfer«

„Die Krabbelkäfer“ heißt ein neuer Spielkreis für Kinder von 0 bis drei Jahren und ihre Eltern. Er findet montags von 9.30 bis 12 Uhr im Gemeindehaus an der Stadtkirche (Von-Stauffenberg-Straße 3) statt. Auf dem jeweiligen Tagesprogramm sehen Spiel- und Bewegungslieder, Bastelangebote, Freispiel, Ausflüge und natürlich Erfahrungsaustausch.

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Mitzubringen sind jeweils ein Frühstück/Vesper für das Kind und die Eltern selbst sowie Decken für die Kleinsten und Spielzeug. „Einfach vorbeischauen und mitmachen“, lädt Sabine Schröder alle Interessierten ein. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Infos unter Telefon 0171-3894731

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Sommerfest der Chöre mit Tanz

Musikalisches Finale beim Sommerfest in der Stadtkirche.

Von Klassik bis zu Gospel und Pop und anschließend Tanz mit den „Heartbreakers“: Das Sommerfest der evangelischreformierten Kirchengemeinde Bad Salzuflen bot mit viel Schwung beste Unterhaltung. Alle Chöre und musikalischen Gruppen der Gemeinde hatten unter der Leitung von Kantorin Waltraud Huizing ein sommerlich-beschwingtes Programm vorbereitet, das immer wieder zu spontanem Beifall in der Stadtkirche animierte. Der Singkreis „SimSen“, der Chor der Stadtkirche oder der Jugendsingkreis „Soulteens“ beeindruckten mit überzeugenden und stilsicheren Interpretationen.

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Nach dem musikalischen Auftakt inklusive einem großen musikalischen Finale (Bild) war das Publikum zum geselligen Teil mit Tanz ins Gemeindehaus eingeladen, wo die „Herzensbrecher“ mit Evergreens und flotten Rhythmen zum „Schwoof“ begeisterten.

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Zwölf Mal Rock, der funktioniert

Fotos: Bettina Meyer

»Gut organisiert, tolle Bands und eine ungewöhnliche Location für Konzerte, aber funktioniert. Und so macht es doppelt Spaß und für einen guten Zweck erst Recht. Jedes Jahr ein Pflichttermin!« – Das war nur einer der Kommentare, die beispielweise im sozialen Netzwerk »Facebook« über das jüngste – und inzwischen achte! – Rock-am-Hallenbrink-Festival nachzulesen waren. Proppevoll war der große Saal im Gemeindehaus – und das bei fast allen Konzerten, die am Samstag von 14 Uhr bis in die Nacht hinein gegeben wurden. Pastorin Martina Stecker, Initiatorin und Projektleiterin, freute sich sichtlich: »Vielen Dank an alle 80 ehrenamtlichen Mitarbeiter, die ebenfalls ehrenamtliche spielenden Bands, die Technik und alle, die dabei waren, feiernd oder helfend. Es war überwältigend und deshalb: Es gibt ein neues Wiedersehen bei „Rock am Hallenbrink“ und zwar 2016!«

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Insgesamt zwölf Bands, die meisten davon aus der Region, machten auch in diesem jahr wieder mit – ohne Honorare zu verlangen. Denn: Der finanzielle Erlös aus dem Verzehr von Kaffee, Kuchen, Würstchen und kalten Getränken und alle Spenden kommt der „Herberge zur Heimat“ in Detmold und dem Kinderschutzbund vor Ort zugute. Bei beiden Institutionen lässt sich unkompliziert nachvollziehen, was mit dem gespendeten Geld passiert, wofür es verwandt wird, welche Projekte davon mit unterstützt werden.

„Zugpferde“ waren wieder „Soulbound“, die beliebte Band aus Bielefeld, und „Summery mind“, die nicht minder gefeierte Band aus Bad Salzuflen. Doch bei jedem der zwölf Konzerte wurde gefeiert, gerockt, geredet, gefragt und diskutiert!

Wer am Nachmittag kam, konnte sich in den Musikpausen draußen über Kaffee, Waffeln und Kuchen freuen. Gegen Abend wurde gegrillt.

Auf Eintrittsgelder wurde bewusst verzichtet, denn so mancher junge Mensch hat es „nicht so dicke“ und soll auch die Möglichkeit haben, dabei sein zu können.

Einige Kommentare und Bewertungen vom Tag und von der Facebook-Seite:

  • »Eigentlich halte ich nichts von Religion. Aber so viel habe ich vom Christentum verstanden, das hat mit Nächstenliebe zu tun. Und hier wird sie gelebt«
  • »Einfach genieal! Hatte unter der Woche durch Zufall mitbekommen das Festival ist und bin dann spontan mitm Bus hin! Bzw. der Bus ohne mich weil der ja Samstags 2 min früher kommt als die üblichen 5 zu spät und deshalb ein fettes Sorry an DysRaised weil ich eure Show verpasst hab! Alles andere war wie gesagt genial. Organisation, Bands & Publikum waren einfach nur super gut drauf und das war echt ein megaspaßiger Nachmittag! Also soviel Spaß hatte ich zuletzt bei der Freibierparty auf dem Metaldampfer und Ihr habt das echt noch getoppt! RIESENDANK! :)«
  • „Hammer Festival, ein absolutes Muss für alle aus OWL!“
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»Musik für die Seele« mit Barock-Cello solo

Der Barock-Cellist Ludwig Frankmar, Berlin. – Foto: Heike Rottkamp

Bei der jüngsten Musik zur Marktzeit am Samstagmorgen musizierte der Barock-Cellist Ludwig Frankmar, Berlin, in der Stadtkirche. „Musik für die Seele“ kündigte Kantorin Waltraud Huizing den Solo-Cellisten an: „Ludwig Frankmar, der uns in die Welt der alten Musik entführen möchte.“ Entspannung pur erwartete die gut 30 Zuhörer, die für eine Dreiviertelstunde dem Trubel zur Wochenendeinkaufszeit draußen vor der Kirchtür ließen. Auf dem Programm standen Werke von Aurelio Virgiliano (1540-1600), Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Giovanni Bassano (1558-1617).

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Der Solist spielte auf einem 1756 in Paris von Guerson gebauten fünfsaitigen Barock-Cello. Die Bach-Werke spielte der Künstler – ganz in die Musik versunken – auswendig, mit geschlossenen Augen.

Hoch konzentriert und sehr gefühlvoll erklang das Poco adagio aus Sonata per il Flauto traverso solo senza Basso, Wq 132, Berlin 1747 sowie Suite Nr. 4 Es-Dur BWV 1010 Preludium-Allemande-Courante-Sarabande-Bourree I und II-Gigue aus ‚6 Suites à Violoncello solo senza basso‘, um 1720. Das Lichtspiel, der durch die Kirchenfenster strahlenden Sonne, zauberte ebenfalls eine besondere Stimmung in den Chorraum. Cello-Spiel und Lichtspiel berührte die Seele.

Nach dem Konzert beantwortete der 1960 in Schweden geborene Künstler – Studium in Malmö, arbeitete mit dem Barcelona Opernhaus und als Solo-Cellist an der Göteborger Oper, wohnhaft heute in Berlin – Fragen zu seinem fünfsaitigen Barock-Instrument sowie zu Bogen und Bogentechnik.

Die nächste Veranstaltung in der Reihe „Musik zur Marktzeit“ findet am Samstag, 13. Juni, um 11 Uhr statt.

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Frisch und groovig an der Orgel: Familie Gárdonyi zu Gast in der Stadtkirche

Nahmen während des Familienwochenendes in Bad Salzuflen gerne auf der Orgelbank der Stadtkirche Platz: Zsolt (links) und Daniel Gárdonyi.

Besondere musikalische Gäste konnte Kantorin Waltraud Huizing in der evangelisch-reformierten Bad Salzufler Stadtkirche begrüßen: Eine Familienfeier führte die Komponisten- und Musikerfamilie Gárdonyi in das Staatsbad – und damit an eine der Wirkungsstätte des 1986 in Herford verstorbenen Komponisten Zoltán Gárdonyi. Sein Sohn Zsolt Gárdonyi (geboren am 21. März 1946 in Budapest) sowie Enkel Daniel Gárdonyi feierten in der Badestadt den eigenen (Zsolt) Geburtstag sowie den der in Bad Salzuflen lebenden Schwester. Und ließen es sich dabei natürlich nicht nehmen, am Sonntag zum Gottesdienst in der Stadtkirche die Orgelbank in Besitz zu nehmen.

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Kantorin Huizing ließ das nur zu gerne geschehen – und hatte mit dem Chor der Stadtkirche mehrere musikalische Werke der Gárdonyi-Familie vorbereitet, darunter das bekannte „Erd und Himmel sollen singen“. „Flottes Tempo“ raunte es dann auch bei den Chorälen aus den Kirchbänken – sowohl Zsolt als auch Daniel Gárdonyi bevorzugten auch hier eine frische, groovende Gangart. Für Kantorin, Chormitglieder und auch Gottesdienstgemeinde insgesamt eine ganz besondere Begegnung.

hr/Foto: Heike Rottkamp

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Recht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit?

Oberkirchenrat Thorsten Leißer

„Recht auf Religion“ war die Auftaktveranstaltung zur Reihe „Religionen im Gespräch“ im Gemeindehaus an der Stadtkirche überschrieben. Die Pfarrer des Bad Salzufler Stadtkonvents hatten Oberkirchenrat Thorsten Leißer aus Hannover für einen Vortrag „Aktuelle Herausforderungen und Verletzungen der Religionsfreiheit“ gewonnen. Pfarrerin Claudia Schreiber, Islambeauftragte der Lippischen Landeskirche, und Pfarrerin Wiltrud Holzmüller von der Stadtkirchengemeinde leiteten die Diskussion nach dem Vortrag und wünschten „eine angeregte Debatte.“

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Claudia Schreiber erinnerte an das verbriefte Recht auf Glauben, Gewissen, Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Doch: „Wer achtet darauf, dass Menschen ihre Religion auch frei ausüben können? Wo fängt Religionsfreiheit an? Wo findet sie ihre Grenzen?“

Oberkirchenrat Leißer erläuterte, dass der Rat der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz regelmäßig den Ökumenischen Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit über die Lage bedrängter und verfolgter Christen fortschreiben.

Dieser wissenschaftliche Bericht, so Leißer, nennt Daten und Fakten und will vor allem die Zusammenhänge und Konflikte beleuchten, die den Nährboden für Feindseligkeit und Gewalt gegen Christen bilden. Die Religionsfreiheit ist nach Leißers Worten ein elementares Grundrecht: „Das Recht auf freie Religionsausübung gehört zu den Menschenrechten. Dass Menschen ihren Glauben leben, ihr Bekenntnis auch in der Öffentlichkeit vertreten und die Religion wechseln könne, ist jedoch nicht überall auf der Welt gewährleistet.“

hr/Foto: Heike Rottkamp

Vielmehr nehme man seit geraumer Zeit wahr, dass das Menschenrecht auf Religionsfreiheit immer öfter verletzt und eingeschränkt wird – sei es durch das Handeln von Regierungen, gesellschaftlichen Interessengruppen oder religiöse Fundamentalisten.

Wo die Religionsfreiheit verletzt wird, sei es in der Regel auch um die generelle Wahrung der Menschenrechte nicht gut bestellt. Leißer: „Fehlende Rechtsstaatlichkeit ist dabei in vielen Ländern ein gravierendes Problem. Die Missachtung der Religionsfreiheit und andere Menschenrechtsverletzungen werden zudem durch gewalttätige Konflikte begünstigt, die oft vielfältige Ursachen haben: Religiöse, soziale und machtpolitische Dimensionen einer Krisensituation greifen dabei ineinander.“ Es gebe da eine Vielzahl von Grautönen, nicht nur schwarz und weiß.

Leißer rief auf zu tätiger Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit. Der in Notgekommene sei der, dem man selbst zum Nächsten werde. In der vielschichtigen Wirklichkeit unserer Welt müsse Unrecht allerdings auch als Unrecht benannt werden. „Wichtig ist, im Blick zu haben was wirklich hilft!“ Was können Kirchen, was Christen allgemein, was die EKD tun?

Leißer empfahl hier die Kraft des Gebetes: „Beten, Spenden sammeln, sich politisch einsetzten bei der Bundesregierung und der Europäischen Union“, so sein Appell. Die Vielfalt der Religionen sei im Grundgesetz verankert – der Schlüssel des Friedens liegt dabei in den Religionen selbst: „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt. Regeln und Gesetze sind nötig, die den friedlichen Umgang miteinander regeln.“

Nach einer Diskussion sprach Kirchenrat Tobias Treseler (Lippische Landeskirche) den Abendsegen.

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„Volles Haus“ bei der ersten Gospelkirche

Erster Gastchor in der Gospelkriche: das Ensemble »SeleXion« unt3er der Leitung von Peter Stolle.

Gelungene Premiere: Bei der ersten „Gospelkirche in Lippe“ in der Stadtkirche war das Gotteshaus im Zentrum des Staatsbades proppevoll. Mit dem Projekt, das in Kooperation mit dem Verein lippische Gospeltage realisiert wird, möchte die Gemeinde zusätzlich zu ihrem traditionellen Angebot alternative Gottesdienstformen anbieten, die auch kirchenferne Menschen ansprechen können. Viel moderne Musik und eine alltagsgerechte Sprache gehören dazu. Jeder Gottesdienst beginnt mit einem etwa halbstündigen Konzert eines eingeladenen Gospelchores, bereits eine Stunde vorher öffnet das „Gospelcafé“ mit leckerem Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Zum Auftakt des Gospelprojekts war das lippische Gospelensemble „SeleXion“ unter der Leitung von Peter Stolle zu Gast, die mit druckvollem, bandunterstützen Modern-Gospel begeisterte. – Die nächste Gospelkirche beginnt am 14. Juni ebenfalls um 17 Uhr – dann sind die „B-Joy!‘s“ aus Barntrup zu Gast.

Ab sofort »Fairtrade«-Kaffee

Ab sofort gibt es beim sonntäglichen »Kirchkaffee» in der Stadtkirche fair gehandelten Kaffee. Das war in der Anlaufphase nicht möglich, weil es für die Profi-Kaffeemaschine, die die Firma Bredehorst zur Verfügung gestellt hat, keine entsprechenden XL-Kaffeepads gab. Mehr…

Dank des persönlichen Einsatzes der Firmenleitung konnte jetzt dennoch fair gehandelte Kaffeepads beschafft werden. Pfarrerin Martina Stecker: »Wir sind der Eigentümerfamilie sehr dankbar, dass sie dies ermöglicht hat.«

Zusatzeffekt dieses Engagements: Möglicherweise steigen bald auch andere Firmenkunden auf Fairtrade-Kaffee um. Pfarrerin Stecker: »Dann würden die Idee des fair gehandelten Kaffees noch viel größere Kreise ziehen.«

Der Kirchkaffee in der Stadtkirche wird inzwischen gerne und von vielen Gottesdienstbesuchern angenommen. Der frisch gebrühte Kaffee wird nach jedem Sonntagsgottesdienst ausgeschenkt.

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Wenn ein Kind stirbt, ohne gelebt zu haben

Stellen die neue Grabanlage für Sternenkinder auf dem Friedhof Herforder Straße vor: von links Gitta Brandes (Friedhofsamt der Stadtkirche), Olaf Sümmnich, Hans-Heinrich Schlichtmann sowie die Kirchenältesten Hansjörg Kunde, Margit Schweppe und Bernhard Dröge. Fotos: Uwe Rottkamp

Auf dem Friedhof der evangelisch-reformierten Gemeinde ist eine Grabstätte für „Sternenkinder“ eingerichtet worden. „Wir möchten Eltern, deren Kinder im Mutterleib oder bei der Geburt verstorben sind, damit die Möglichkeit zu einer Bestattung in angemessenem Rahmen und damit Raum zur Trauer geben“, erläutert Friedhofsausschussvorsitzender Bernhard Dröge das Projekt. Die etwa 40 Quadratmeter große, eingefasste Grabanlage wurde am südlichen Ende des Friedhofs eingerichtet. Möglich wurde dies auch durch besondere Initiative des Gartenbauunternehmens Hans-Heinrich Schlichtmann, des Steinmetzbetriebs Olaf Sümmnich und von Paul-Gerhard Schumacher, der den Stein spendete.

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Die ansprechend mit Formen einer Welle gestaltete Anlage bietet zunächst Platz für 25 Kindergräber mit der Möglichkeit zur Erweiterung. Sie steht allen betroffenen Eltern zur Verfügung. Die Trauerzeiten bei kleinen Sternenkindern können individuell vereinbart werden. Dröge: „Trauer wird von jedem anders empfunden und gelebt. Wir überlassen es hier den Eltern, wie lange sie das Grab erhalten wollen.“

Die Bestattung wird dabei sehr günstig angeboten: „Wir erheben nur den reinen Selbstkostenpreis“, so die Leiterin des Friedhofsbüros der Stadtkirchengemeinde, Gitta Brandes. Genauere Informationen geben die örtlichen Bestatter.

Als Sternenkinder werden im engeren und ursprünglichen Sinn Kinder bezeichnet, die mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm vor, während oder nach der Geburt versterben. Im weiteren Sinne wird Sternenkinder von betroffenen Eltern auch für solche Kinder verwendet, die mit mehr als 500 Gramm Geburtsgewicht sterben. Der poetischen Wortschöpfung liegt die Idee zugrunde, Kinder zu benennen, die „den Himmel“ (poetisch: die Sterne) „erreicht haben, noch bevor sie das Licht der Welt erblicken durften“.

Der Begriff Sternenkinder richtet den Fokus auf das Kind selbst, im Gegensatz zu solchen Begriffen wie Fehlgeburt und Totgeburt, die traditionell nicht nur für den Vorgang des Absterbens der Leibesfrucht, sondern auch für das abgestorbene bzw. verstorbene Lebewesen selbst verwendet werden. Er berücksichtigt die intensive Bindung, die vor allem viele Mütter und Väter bereits zum ungeborenen Kind entwickeln und die deswegen oft intensive und langanhaltende Trauer, die dessen Tod verursacht.

In Deutschland erreichte die Bezeichnung Sternenkinder ab Ende 2009 eine breite Öffentlichkeit. Das hessische Elternpaar Barbara und Mario Martin, das 2007 und 2008 drei Kinder früh verloren hatte, richtete eine Petition an den Bundestag, über eine Änderung der Personenstandsgesetzgebung künftig auch Kinder von weniger als 500 Gramm über den Eintrag in das Personenstandsregister als Personen anzuerkennen und somit auch eine reguläre Bestattung zu ermöglichen.

Bis dahin galten Totgeborene mit einem Gewicht von unter 500 Gramm als Fehlgeburten und wurden personenstandrechtlich nicht erfasst. Sie waren juristisch nicht existent.

Die Petition des Paares, der sich über 40.000 Bürgerinnen und Bürger anschlossen, löste eine umfangreiche Berichterstattung aus. Die Bundesregierung leitete 2012 den Gesetzgebungsprozess ein. Der Entwurf des Änderungsgesetzes sieht eine Änderung der Personenstandsverordnung dahingehend vor, dass auch ein totes Kind mit weniger als 500 Gramm auf dem zuständigen Standesamt beurkundet werden kann. Bereits 1994 war die Grenze zwischen rechtlicher Existenz und Nichtexistenz eines Kindes auf Initiative der Elterninitiative Regenbogen von 1000 auf 500 Gramm Gewicht abgesenkt worden.

Anfang Februar 2013 hat der Bundestag einstimmig beschlossen, das Personenstandsrecht zu ändern. Eltern von tot geborenen Kindern können diese – auch rückwirkend und unabhängig von ihrem Geburtsgewicht – standesamtlich eintragen lassen. Mit Inkrafttreten des Personenstandsrechts-Änderungsgesetzes (PStRÄndG) vom 7. Mai 2013 ist eine Beurkundung von Sternenkindern in die Personenstandsregister allerdings nicht umgesetzt worden.

Allerdings besteht nun die Möglichkeit, auf frist- und formlosen Antrag eine Bescheinigung nach Anlage 13 der Personenstandsverordnung (PStV) vom Standesamt zu erhalten. Die stellt allerdings keine Personenstandsurkunde dar und kann somit inhaltlich auch keine Rechtswirkungen entfalten – dies gilt insbesondere auch für den Bezug öffentlicher Leistungen. Die Ausstellung einer Bescheinigung bezieht sich auch auf Fälle, die vor Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelung bereits eingetreten sind. UR/Wikipedia

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Wie die LZ es sah

Die Lippische Landezeitung schreibt in der Ausgabe vom 4. März: Gospel wird im Gotteshaus heimisch – Stadtkirche Bad Salzuflen soll sich regelmäßig in eine lippische »Gospelkirche« verwandeln

Die evangelisch-reformierte Stadtkirche in Bad Salzuflen beschreitet neue Wege. Als "Gospelkirche in Lippe" möchte sie Menschen anlocken, die sie mit traditionellen Gottesdiensten nicht erreicht.

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Von Sandra Castrup

Bad Salzuflen. Es ist laut und wuselig, eben sehr lebendig an diesem ersten Sonntagnachmittag im März. Und vor allem sehr voll in der Salzufler Stadtkirche. "Das haben wir erhofft, aber nicht erwartet." Uwe Rottkamp und Kantorin Waltraud Huizing strahlen. Sie gehören zum Organisationsteam der Premiere "Gospelkirche in Lippe". "Wir möchten die Gospel-Idee ,GoGospel?, die bereits seit einigen Jahren in verschiedenen lippischen Kirchen angeboten wurde, hier in Bad Salzuflen fest verorten", erzählt Uwe Rottkamp.

Er ist Kirchenältester und gleichzeitig Geschäftsführer des Vereins Lippische Gospeltage, ein Fachverband für die Gospelmusik in Lippe. Gemeinde und Verein gestalten das Angebot in Kooperation. "Wir beginnen nachmittags mit einem offenen Sound-Check sowie einem Gospel-Café, anschließend startet ein eingeladener Gastchor mit seinem Programm, das in einen Gottesdienst mündet", erklärt Rottkamp.

An diesem Sonntag ist der Gastchor sehr prominent in der Szene: "Gospel-SeleXion" Lippe unter der Leitung von Peter Stolle. Die Formation weiß genau, wie sie die Kirche mit "Spirit" füllt und animiert in kürzester Zeit das Publikum zum Klatschen und Swingen. So soll es sein, ungezwungen und locker. Pfarrer Horst-Dieter Mellies, der den Gottesdienst leitet, setzt auf einfache Liturgie, übersetzt in seiner Ansprache die gewaltige Sprache der Bibel in auch für junge Leute leicht verständliche Aussagen. "Dem Volk aufs Maul schauen", zitiert Uwe Rottkamp passend dazu Martin Luther.

Die Lieder, die die Gemeinde gemeinsam lautstark anstimmt, preisen Gott auf englisch. Niemand hat damit ein Problem, auch die Älteren nicht. "Wer heute 65 ist, hat doch früher die Rolling Stones gehört", schmunzelt Rottkamp. "Endlich mal was los hier", habe eine alte Dame ihm anerkennend zugeflüstert. Es gehe nicht darum, den traditionellen Gottesdienst am Sonntagmorgen zu ersetzen, betont der Kirchenälteste. Sondern um ein zusätzliches, ein alternatives Angebot. "Gospel in der Kirche, das hört sich einfach toll an", lobt der 22-jährige Fabio Dunkel, der zu denjenigen Besuchern gehört, die genau deswegen den Weg ins Gotteshaus gefunden haben.

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Projekt »Gospel-Kirche« startet an der Stadtkirche

1. März, Stadtkirche: Erste »Gospelkirche in Lippe«

Am Sonntag, 1. März, wird in dem Projekt »GoGospel«-Gottesdienst eine neuen Seite aufgeschlagen: Statt wie bisher sporadisch in lippischen Kirchen wird der lippische Gospelgottesdienst künftig in der Bad Salzufler Stadtkirche eine Heimat finden. Zunächst vier Mal, später häufiger möchten wir gemeinsam mit dem Verein Lippische Gospeltage ein Gottesdienst anbieten, der mit viel Musik, moderner Sprache und aktuellen Themen Menschen anspricht, die sonst vielleicht eher selten den Weg in eine Kirche finden. Beginn ist um 16 Uhr mit dem »Gospel-Café«, Gastchor ist die lippische Gospel-»SeleXion«.

Die Gospelkirche an der Bad Salzufler Stadtkirche ist konzipiert für Menschen, die

  • Gospelmusik lieben
  • mit Gottesdiensttraditionen wenig anfangen können
  • auf der Suche nach Antworten für ihre Beziehung zu Gott sind
  • Kirche neu erfahren und sich für den Alltag inspirieren lassen möchten
  • eine Gemeinschaft suchen, die sich durch einen besonderen „Spirit“ auszeichnet
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Die Gospelkirche für Lippe wird in Kooperation mit dem Verein „Lippische Gospeltage“ von der Bad Salzufler Stadtkirche (evangelisch-reformierte Kirchengemeinde) ausgerichtet. Sie führt die Reihe „GoGospel“ weiter, die seit zwei Jahren Gospelgottesdienste in Lippe anbietet. Das Projekt wird unterstützt von der Lippischen Landeskirche sowie der Evangelischen Stiftung Bad Salzuflen.

Informationen (auch Anfragen zur Chormitwirkung im Gottesdienst) an Waltraud Huizing, Telefon (05222) 9804452, E-Mail waltraud.huizing@stadtkirche.info

Weitere Informationen im Netz: www.gospelkirche-lippe.de

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Titelseitenmotiv als Postkarte

Die aktuellen Weihnachtskarten der Gemeinde sind auch nach dem Fest noch hübsch anzusehen. Wir haben das Titelbild des aktuellen Gemeindebriefs als Postkarte reproduziert, die gegen eine kleine Spende im Gemeindebüro erhältlich ist – solange der Vorrat reicht. Das Motiv heißt „Heilige Nacht“ und zeigt die Heilige Familie im Stall zu Bethlehem. Gemalt hat es Beate Leibe (*1954), Kirchenmusikerin i.R. und Künstlerin in Berlin. Weitere musikalische und grafische Werke von ihr sind anzusehen und anzuhören unter www.beate-leibe.de

Bachs »WO«: Sechs Sonntage, sechs Orte

Der Chor der Stadtkirche musizierte die fündte Kantate des Weihnachtsoratoriums in Lockhausen.

Das Weihnachtsoratorium da, wo es hingehört – nämlich jede der sechs Kantaten an den dafür vorgesehenen Sonntagen: Dieses Konzept des Büros für Kirchenmusik der Lippischen Landeskirche in Zusammenarbeit mit den lippischen Kirchenmusikern ist aufgegangen. Als Auftakt für das Projekt „Kirchenmusikfest 2015“ war an jedem der sechs Weihnachtssonntage die passende Kantate von Johann Sebastian Bach zu hören – das besondere daran: die lippischen Kantoreien und Chöre, die dazu in der Lage sind, musizierten die Kantaten nicht in ihren jeweiligen Gemeinden, sondern zogen damit „aufs Land“. So sollte eine Art „Musikexport“ zustande kommen, der diese Musik an Orten ermöglicht, die normalerweise nicht in den Genuss so aufwändiger Chor- und Orchestermusiken kommen würden. Auch der Chor der Stadtkirche war mit dabei.

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So sang die Marienkantorei Lemgo die Kantate 1 am 25. Dezember unter der Leitung von Arisa Ishibashi in Helpup sowie die Kantate 2 am 26. Dezember unter der Leitung von Volker Jänig in Schwalenberg; die Kantate 3 mit der Kantorei der Martin-Luther- Kirche in Detmold (Leitung Christoph Kuppler) erklang im Gottesdienst am 28. Dezember in Blomberg, die Kantate 4 mit der Kantorei St. Nicolai Lemgo (Leitung Friedemann Engelbert am Neujahrstag in Horn, die Kantate 5 am 4. Januar musizierte der Chor der Stadtkirche Bad Salzuflen (Leitung Waltraud Huizing) in Lockhausen, und die Kantate 6 schließlich wird am 11. Januar in Schlangen erklingen; hier singt die Kantorei der Christuskirche Detmold (Leitung Burkhard Geweke).

In den teils vollbesetzten Kirchen sah man einige Besucher immer wieder: Sie reisten den Kantatengottesdiensten quer durch Lippe nach.

Beim Gottesdienst in Lockhausen musizierten neben dem Chor unter der Leitung von Kantorin Waltraud Huizing als Solisten Friederike Webel (Sopran), Christiane Schmidt (Alt), Rudolf Reimer (Tenor) und Gottfried Meyer (Bass); es spielte das Orchester „La Réjouissance“ (Konzertmeister Gregor van den Boom).

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