Nach einem Vorstellungsmarathon (Orgelvorspiel, Gespräch, je eine Probe mit den beiden Vokalchören) war die Entscheidung nicht einfach, fiel jedoch einstimmig für die zuletzt in Köln arbeitende 52-jährige Kirchenmusikerin mit B-Qualifikation aus.
Wie ihre Vorgängerin Gudrun Maiwald wird Waltraud Huizing einen Stellenumfang von 66 Prozent als Kirchenmusikerin wahrnehmen und das fehlende Drittel als Schulmusikerin in der Sekundarstufe I arbeiten.
Wegen der unklaren Gesamtschul-Diskussion war bei Redaktionsschluss allerdings noch nicht klar, ob eine Zusammenarbeit mit dem Gymnasium im Zentrum Aspe erfolgt oder ob eine andere Schule in der Nähe zugewiesen wird. „Das Schuldezernat der Bezirksregierung in Detmold zeigte sich angesichts der schulpolitisch unklaren Situation sehr fair und hilfsbereit“, erläutert Musikausschussvorsitzender Uwe Rottkamp
Waltraud Huizing sieht das indes gelassen: „Ich freue mich schon sehr auf die Arbeit in Ihrer Gemeinde“, sagte die künftige Wahl-Lipperin im Gespräch mit der Gemeindebrief-Redaktion.
In Köln betreute sie unter anderem ein anspruchsvolles Kinderchorprojekt. Warum sie das Vollzeit-Engagement in der großen Stadt zugunsten der geteilten Bad Salzufler Stelle aufgibt? „Es sind dieselben Gründe, die meine Vorgängerin von Bad Salzuflen wegführten“, schmunzelt die sympathische Frau: Ihre Lebensplanung sieht hier in der Badestadt eine neue Familiengründung vor.
Am Ostermontag wird Waltraud Huizing zum ersten Mal im Gottesdienst der Stadtkirche die Orgel spielen. Danach wird sie auch die Leitung der Chöre übernehmen.
Neben der Fortführung der Arbeit der Interims-Leiter Sebastian Pilgrim (Kirchenchor) und Ulrich Seidel (Gospelchor Get-up) wird auch der Neuaufbau der Bläserarbeit zu ihren Aufgabenbereichen gehören, die zuletzt bis auf Spezialeinsätze und die Anfängerausbildung ruhte. ur