Wo geht's hier zur »Musik zur Marktzeit«? – Diese Frage stellte sich den Besuchern der jüngsten Marktzeit-Musik nicht: Die Kinder des Kindergottesdienstes hatten unter der Leitung von Martina Stecker ein ausrangiertes Laken zum bunten Hinweisschild gestaltet.
Eine schöne Idee, fand nicht nur Kantorin Waltraud Huizing. Doch sicher nicht nur wegen des bunten Tuchs hatten sich knapp 40 Zuhörer in der Kirche eingefunden: Gelockt hatte sie das reizvolle Programm, zu dem die Altistin Mechthild Kerscher eigens aus Berlin angereist war.
Begleitet von Waltraud Huizing am Klavier sang sie zunächst vier französische Liebeslieder, anschließend wiederum vier Lieder von Johannes Brahms (1833-1897), um schließlich mit vier Spirituals aus der amerikanischen Sklavenzeit zu enden.
Das Publikum dankte für die hinreißend interpretierten, sehr unterschiedlichen Stücke mit langem Applaus. Zustandegekommen war die musikalische begegnung durch die gemeinsame Vergangenheit der beiden Frauen: Schon seit der Studienzeit kennen sie sich, und beide arbeiteten in Köln. Zu der Zeit, als Waltraud Huizing dann nach Bad Salzuflen wechselte, zog es die Altistin nach Berlin.
